Friday, August 20. 2010Warum sollte GMX fremde Mailserver zum Versand nehmen?Eine E-Mail von
Der Verweis zeigt auf eine korrekte Seite bei GMX. Wenn man sich die Header der E-Mail anschaut, stellt man fest, dass zwischen diversen Servern mit der Domain kundenserver.de unterwegs war. Da kommt die Frage auf, warum sollte GMX denn die Infrastruktur von 1&1 nutzen? Wenn ich nicht falsch liegen, sind die kundenserver.de-Adressen eher Root- bzw. V-Server. Auch wenn GMX und 1&1 Tochterunternehmen sind, so klingt das doch recht unwahrscheinlich. Ein paar Zeilen weiter unten fand sich dann der Eintrag: Received: from 198.54.202.246 (IP may be forged by CGI script)
by icpu540.kundenserver.de with HTTP
id 4Ag4pp-1OmMzv2YAm-0006An; Fri, 20 Aug 2010 10:30:47 +0200
Den letzten Hinweis, dass diese E-Mail Phishing ist, lieferte ein Blick in den Quellcode der HTML-Mail. Der Link, der in meiner Mailansicht noch so unschuldig auf GMX zeigte, zeigte in Wirklichkeit auf eine Seite, die vom Firefox als Phishing klassifiziert ist. Tuesday, August 17. 2010Finanzdaten von Tor bei CryptomeDer regelmäßige Leser von Cryptome wird kürzlich die Datei tor-2008.zip
(1,3 MB) entdeckt haben. Dabei handelt es sich um die
Die Seite 9 gibt die Einnahmen wieder. Diese teilen sich etwa folgendermaßen auf: Das bedeutet, der kleinste Teil der Spenden kommt von
Privatleuten. Die weitaus größten Spendengelder stammen von Firmen
bzw. Organisationen. Schaut man sich die Seite der Sponsoren des Projektes
an, so erscheinen die Angaben plausibel und die Nach meiner Einschätzung dürfte die Verteilung der Einnahmen bei vielen anderen Software-Projekten ähnlich aussehen. Es gibt einige wenige Firmen, die in irgendeiner Form spenden und wenige Private, die ebenfalls das Projekt unterstützen. Nahezu die Hälfte der Ausgaben waren Personalkosten. Der Hauptentwickler, Nick Mathewson, verdiente auch am besten. Danach folgten der Projektleiter Roger Dingledine und Jacob Appelbaum. Die Aufstellung listet weitere Personalkosten auf. Jedoch kenne ich mich mit dem Steuerrecht nicht so gut aus und kann das daher nicht einordnen. Insgesamt erwirtschaftete das Projekt 2008 etwa hunderttausend US-Dollar Überschuss. Insgesamt zeigt sich für mich, dass Tor auch an dieser Stelle Offenheit und Transparenz ernst nimmt. Denn die Dokumente sind nicht nur bei Cryptome gelagert, sondern lassen sich von jeder interessierten Person bei den Behörden einsehen. Andrew Lewman schrieb dazu auf der Mailingliste:
Monday, August 16. 2010Quizzen und GewinnenSuchst du eine Möglichkeit, kostenlos an mein Buch Sunday, August 15. 2010Das Follower-VögelchenFriday, August 13. 2010Suchmaschine mit eingebautem Tor-ServerRisiken von Suchanfragen sind in der Vergangenheit vielfältig diskutiert worden. Die Freigabe der Suchanfragen durch AOL hat vielen Menschen gezeigt, wie schnell sie durch ihre Suchanfragen identifizierbar sind. Doch was kann man dagegen tun? Die Wahl der richtigen Suchmaschine ist ein probates Mittel. Auf
der einen Seite gibt es welche, die am liebsten jeden Nutzer
identifizieren möchten. Sei es durch Logins, Duckduckgo (DDG) ist ein Anbieter mit einigen vielversprechenden Ansätzen. Unter anderem machen sich die Betreiber Gedanken zum Schutz der Privatsphäre ihrer Nutzer:
Seit heute bietet Duckduckgo ein spezielles Feature, einen Tor-Server. Der Entwickler schrieb in seinem Blog, dass er sich entschieden hat, einen Server aufzusetzen. Dieser leitet Verkehr innerhalb des Tor-Netzwerks weiter und stellt für DDG einen Endpunkt dar. Das heißt, wenn ihr bei DDG suchen wollt, kann dieser Server der Ausgang sein. Das hat den Vorteil, dass die Abrufe unter Umständen schneller funktionieren. Zusammen mit der verschlüsselten Seite bietet sich guter Schutz für den Suchenden. Probiert die Seite mit der Ente mal aus. Ich hoffe, sie gefällt euch! Fehlersuche beim Linux-Kernel (Bootprobleme)Vor nicht allzu langer Zeit sass ich entspannt bei einem Kaffee und wollte meinen Rechner starten. Einschaltknopf gedrückt und der Bildschirm lächelte mich mit einer Fehlermeldung an: error: unexpectedly disconnected from boot status daemon Begin: Waiting for root file system ... grml, warum muss das ausgerechnet jetzt passieren? Sehr schnell war klar, dass ich an dieser Stelle nicht weiter komme. Also bootete ich einen alten, funktionierenden Kernel und änderte meine grub-Einstellungen entsprechend. Damit lebte ich einige Zeit gut, bis mir mal wieder der Workaround auffiel. Jetzt wollte ich das Problem mal genauer angehen.
Die Fehlermeldung, die irgendwas von dem Boot Status Daemon erzählte, schien auf plymouth hinzudeuten. Der Sinn der Software ist es, den Bootprozess zu verschönern. Das heißt, es macht schicke Bildchen anstatt der Kernelmeldungen. Der Bugtracker von Debian hatte einen Eintrag zu meiner Meldung. Die in dem Bugreport genannten Einstellungen änderten bei mir nichts am Problem. In meinem nächstem Versuch wollte ich plymouth deinstallieren. Aber da gab es eine winzige Abhängigkeit zu mountall(8). Der Zufall führte mich zu einem angepasstem Paket, mit dem plymouth deinstalliert werden kann. In freudiger Erwartung startete ich den Rechner neu. Aber es wäre nur zu schön gewesen, wenn sich das Problem so leicht lösen ließe. Zu diesem Zeitpunkt kam mir in den Sinn, die Bootoptionen
Begin: Running /scripts/init-premount ... done. Begin: Mounting root file system ... Begin: Running /scripts/local-top ... done. Begin: Waiting for root file system ... Warten, warten und nochmal warten. Oh, nun noch eine BusyBox-Shell: (initramfs) Gave up waiting for root device. Common problems: ... ALERT! /dev/disk/by-uuid/.... does not exist. Dropping to a shell! Nebenbei stellte ich dann fest, dass die Meldung mit dem Boot Status Daemon nur bei einer speziellen Kernelversion auftrat. Die Meldung oben konnte ich mit jeder Standard-Ubuntu-Kernelversion größer als 2.6.32-20 erzeugen. Für mich wäre es viel wichtiger zu erfahren, woher denn diese Meldung stammt! Ein Hinweis brachte mich dann zu den Mainline-Builds. Das sind spezielle Pakete des Ubuntu Kernelteams, die recht nahe am Original-Kernel sind. Ich versuchte wieder diverse Versionen. Alle brachten mir die Fehlermeldung. Na gut, dann baue ich eben einen eigenen Kernel. git clone git://git.kernel.org/pub/scm/linux/kernel/git/torvalds/linux-2.6.git cp /boot/config-2.6.32-24-generic /usr/src/linux-2.6/.config make oldnoconfig make deb-pkg dpkg -i ../linux*.deb reboot Beim ersten Reboot startete der Kernel tatsächlich korrekt. Sollte Ubuntu wirklich einen Bug in den eigenen Kernel eingebaut haben? Plötzlich fiel mir ein, dass die Zeile im grub einen kleinen, aber feinen Unterschied zu den restlichen Einträgen aufwies. Ich hatte root=/dev/sda1 angegeben. Alle anderen Einträge trugen root=UUID=.... Also versuchte ich die Änderung bei den anderen Kerneln und es klappte. Jede Kernelversion bootete mit dieser Änderung. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, warum das nicht klappt und
ich bin wieder ein glücklicher Mensch. Das Bild stammt vom Blog Linux und ich Friday, August 6. 2010Vorträge für die Datenspuren 2010Mind the Gap ist das Motto der diesjährigen Datenspuren. Der Chaos Computer Club Dresden bittet alle Interessierten Vorschläge für Vorträge und Workshops einzureichen. Die Veranstaltter setzen dieses Jahr Schwerpunkte auf:
Falls du also interessante Beiträge hast, melde diese an. Ich freue mich auf eine interessante Veranstaltung.< Tuesday, August 3. 2010Die FUD-Maschine gegen WikileaksEs ist nicht lange her, da veröffentlichte Wikileaks das Video aus einem US-Kampfhubschrauber. Dies sorgte für einen großen Aufschrei. Die Veröffentlichung der Kriegstagebücher aus Afghanistan sorgte nun für umso größere Wellen. Spätestens da erkannte die US-Regierung welche Gefahr in dem Projekt steckt und die Propagandamaschine gegen Wikileaks läuft auf Hochtouren. Im Zusammenhang mit dem Video aus dem Irak wurde ein US-Soldat verhaftet. Er hat angeblich die Dateien weitergegeben. Nach den bisherigen Pressemeldungen gab er gegenüber einer dritten Person einfach mit seinen Taten an und diese Person, Adrian Lamo, hat ihn beim FBI verpfiffen. Heute kann die FAZ mit einer überraschenden Nachricht aufwarten. Die Zeitung berichtet über eine Wendung im Fall. Lamo war angeblich kein Unbeteiligter der zufällig kontaktiert wurde, vielmehr will uns die Zeitung glauben machen, dass es ein Projekt Vigilant gibt. Dieses Projekt wertet angeblich die Daten verschiedener großer US-Provider aus, die diese denen freiwillig zur Verfügung stellen. Mit den Daten kann das Projekt alles und jeden durchleuchten. Unter anderem Die Geschichte mag durchaus in Teilen stimmen. Jedoch glaube ich, dass da mehr FUD dahinter steckt. Denn mit einer solchen Nachricht lassen sich sicher einige potenzielle Tippgeber abhalten. Denn ein derartiges Projekt könnte auch auf den Tippgeber kommen und es ist dahin, mit der Anonymität. Richard Bejtlich stellte sich ebensolche Fragen und recherchierte ein wenig. Er ist selbst in der Szene aktiv und kennt das Projekt bisher nicht. Es ist doch sehr unwahrscheinlich, dass einem Insider ein Projekt mit angeblich 500 Mitarbeitern nicht zumindest Gerüchte zu Ohren gekommen sind. Bei weiteren Untersuchungen kommt er darauf, dass die Webseite des Projekts erst im letzten Jahr registriert wurde. Der angebliche Investor sieht auch eher nach einem Jungen aus Small-Town-Amerika aus. Insgesamt glaubt Bejtlich an einen
Ich würde die Nachricht ebenfalls nicht ernst nehmen. Vielmehr scheint es doch so, als ob Wikileaks wirklich ernst genommen wird. Wenn also jemand etwas zu publizieren hat, sollte er sich unbedingt an das Projekt wenden. Monday, July 19. 2010Virenscanner und trügerische SicherheitIn Abwandlung der Fachbegriffe der Informatik Nummer 264 könnte man schreiben: Virenscanner schützen vor Viren, Trojanern, Kettenbriefen und Taubenscheiße auf dem Autodach. Dem populären Glauben nach ist das auch so. Bredolab, ein neuer Trojaner, zeigt wieder einmal, wie gefährlich dieser Glaube sein kann. Der Trojaner tauchte am 13.Juli erstmalig auf und kein Virenscanner fand ihn. Fünf Tage später fanden ihn weniger als 50% der getesteten Produkte. Nebenan bei Websicherheit.org verfolgt man die Erkennungsraten. Ich bin gespannt, wann alle den Trojaner als solchen erkennen. Virenscanner sind eben nur eine Verteidigungslinie und wer sich ausschließlich darauf verlässt, ist manchmal verlassen. Sunday, July 18. 2010Der totale OverflowMeine Anfänge im Internet gehen in das Jahr 1996 zurück. Vielleicht auch etwas eher. So genau weiß ich das nicht mehr. Damals versuchte ich das unbekannte Territorium ein wenig zu erobern. Da gab es so merkwürdig klingende Dienste wie Gopher, Archie oder Veronica. Das, was heute fälschlicherweise als das Internet bezeichnet wird, nämlich das WWW existierte ebenso wie ein Dienst namens Usenet. Das war und ist ein riesiges weltweites Diskussionsforum mit einzelnen Räumen, den Newsgroups oder Gruppen. Das Usenet ist hierarchisch aufgebaut.Beispielsweise gibt es eine deutschsprachige Hierarchie. Darunter gibt es Gebiete für Diskussionen um Computer, um Wissenschaft, um Erholung etc. Diese teilen sich dann weiter auf in Computerhardware oder Mathematik oder Kartenspiele. In den einzelnen Gruppen fanden in der Regel sehr wertvolle Diskussionen statt, es wurden sinnvolle Lösungen weitergegeben etc. Mit dem Aufkommen von Foren, Blogs und guten Suchmaschinen begann der Stern des Usenet zu sinken. Die Diskussionen verlagerten sich an andere Stellen und heute schließen diverse Firmen Newsserver. Die Schreiber der Gruppen gehen andere Wege. Der große Vorteil des Usenet ist aus meiner Sicht die einfache Bedienung, die Qualität der Beiträge und das Offline-Archiv. Geschrieben und gelesen wird das Usenet in der Regel in einem Programm, dem Newsreader. Google Groups bietet ebenso eine Schnittstelle zum Usenet. Zum Verfassen eines Beitrages kann ich somit den Editor bedienen und seine Stärken ausnutzen. Damit lässt effektiv ein Beitrag verfassen. Dies lassen die Webforen vermissen. Beiträge müssen im Webbrowser verfasst werden. Der bringt in der Regel keine Unterstützung für erweiterte Funktionen (Abkürzungen, Ersetzen etc.) mit. Ein Problem der Webforen ist die Aufsplitterung. Stellt euch vor, ich habe ein Problem mit meinem imaginären Opel und suche nach einem Opel-Forum. Welches von den sechs Millionen Funden ist das Richtige? Im Usenet gab es die Gruppe de.etc.fahrzeug.auto. Dort fanden alle Diskussionen zu dem Thema statt. Die ließen sich herunterladen und, während man mit der Bahn unterwegs war, konnte man sich zu dem Problem mit dem Opel belesen. Wie geht das bei einem Webforum? Der letztgenannte Punkt ist heute kein großes Problem, dank UMTS und WLAN. Die ungelösten Probleme sterben nicht aus und wenn ich mich auf die Suche nach einer Lösung begebe, stoße ich in letzter Zeit gehäuft auf Stackoverflow. Die Seite richtet sich vorrangig an Programmierer und fiel mir durch qualitativ hochwertige Antworten auf. Die Suchergebnisse sind dementsprechend bei Google immer recht weit oben gelistet. Stackoverflow ist prinzipiell ein Webforum. Jedoch wählt es einen anderen Ansatz. Einerseits sind alle Beiträge für jedermann lesbar. Das steht im Gegensatz zu manchem Webforum, bei dem man sich erst anmelden muss, um Beiträge zu lesen. Wer macht das schon? Der Ansatz von Stackoverflow geht aber noch weiter. Jeder kann ohne Anmeldung auch Beiträge verfassen. Das heißt, Fragen stellen, kommentieren oder beantworten. Die Macher der Seite setzen hier auf die Weisheit der Massen. Um das Ganze ein wenig zu unterstützen, gibt es ein Bonussystem. Wer sich nämlich bei der Seite anmeldet, bekommt Bonuspunkte für gestellte Fragen, für Antworten und einiges mehr. Je mehr Punkte jemand besitzt, desto mehr Rechte bekommt er. Dieses Bonussystem wirkt sich nach meiner Beobachtung auf die Psyche aus. Wer alte Diskussionen aus dem Usenet kennt, der kennt RTFM und andere Abkürzungen, die einem Fragenden entgegengeworfen werden. Bei Stackoverflow herrscht hingegen eine weitgehend freundliche Atmosphäre. Antworten fallen schon einmal länger aus und enthalten Beispiele. Denn für eine gute Antwort bekommt der Antwortende Punkte. Jeder kann Fragen und Antworten bewerten und die Seite zeigt automatisch, die am besten bewerteten Antworten oben an. Das ist wiederum für den Suchenden sehr praktisch. Innerhalb von Stackoverflow gibt es Tags, die zu Fragen vergeben werden. Diese stellen eine Art thematische Sortierung dar. Wer Fragen zu PHP, Haskell oder C++ stellen bzw. beantworten will, schaut sich den entsprechenden Tag an. Mehrere tausend Tags sind derzeit vergeben. Nun stieß ich auf eine weitere Seite aus dem Stackoverflow-Universum, der Area51. Diese setzt eine weitere Idee aus dem Usenet um. Wer nämlich eine neue Diskussionsgruppe im Usenet errichten wollte, musste einen formalen Prozess aus verschiedenen Schritten durchlaufen. Das sollte sicherstellen, dass nicht sinnlos Gruppen für Partikularinteressen gegründet werden. Ähnlich ist Area51. Die Seite erlaubt wieder jedem einen Vorschlag für eine neue Seite einzubringen. Danach findet dazu eine Diskussion statt, d.h. andere müssen Beispielfragen bringen, die gut in das Thema passen würden. Andere diskutieren diese Fragen und vergeben Punkte, ob diese wirklich
Insgesamt macht es richtig Spass, auf den Seiten herumzustöbern, Fragen zu lesen und auch zu beantworten. Aus meiner Sicht müssen noch ein paar kleinere Usability-Schwächen behoben werden. Aber insgesamt kann ich die Seite nur empfehlen. Werft mal einen Blick und sagt mir eure Meinung. Ich bin gespannt! Friday, July 16. 2010Neue Schrift fürs TerminalDas Wagnis startete heute nachmittag. Nach diversen Backup-Orgien war es an der Zeit, das Ubuntu auf die aktuelle Variante 10.04 zu upgraden. Ich wollte mal testen, ob das weitgehend klappt und hatte mich innerlich auf eine Neuinstallation eingerichtet. Doch, oh Wunder, bislang konnte ich kaum Probleme feststellen. Eines, was sofort auffiel, war die Schrift. Die ist bislang noch sehr ungenügend hier muss ich eine Lösung finden. Das zweite Problem war der Thursday, July 15. 2010Junge Union und das PornoverbotIn den Gazetten ist zu lesen, dass die Junge Union Berlin ein Pornographieverbot fordert. Der Vorsitzende der JU lässt sich mit den Worten zitieren. Da bin ich ja froh, dass die Junge Union immer konsequent mit dem Thema umgeht:
Auswahl von Thumbnails bei Google NewsHeute stutzte ich bei einem Radiobeitrag, da es um Jena ging. Die Geschichte dazu war leider sehr tragisch. In das Uniklinikum wurde ein schwer verletztes Kind eingeliefert. Das starb trotz aller Versuche der Ärzte. Bei Google News stand dann etwas mehr dazu. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen hat der Lebensgefährte der Mutter den Jungen geschlagen, weil er nicht schlafen wollte. Angeblich wollte er das Kind mit straffer Hand erziehen, da die Mutter zu weich ist. Sollte das stimmen, so müsste die korrekte Strafe für die Person wohl erst noch erfunden werden. Interessant fand ich die Auswahl der Thumbnails bei Google News. Keine Ahnung, wie die mit dem Beitrag in Zusammenhang stehen.
Wednesday, July 14. 2010Geschwindigkeit von Google DNSGerade bin ich wieder baff. Google DNS macht mich heute sprachlos. Vor etwa einem Monat schrieb ich hier über die Aktion von Ingate, bei der es einen VServer zu gewinnen gab. Nach einiger Wartezeit kamen die Zugangsdaten an und derzeit richte ich den Rechner ein. Zur Einrichtung gehört mittlerweile für mich ein Test der Geschwindigkeit des (voreingestellten) DNS. Mittels einem Python-Programm namens namebench lässt sich das hervorragend machen. Im Blog findet sich dazu ein Beitrag. Nun spuckte namebench soeben das Ergebnis aus. Der Nameserver von Google ist fast viermal so schnell wie der beim Provider. Das ist so ziemlich die krasseste Abweichung, die ich bisher fand. Trotzdem bestätigt das, was ich bisher ermittelte. In allen meinen Versuchen seit Juni war immer der Nameserver von Google der schnellste. Außerdem zensiert der nicht. Insofern könnte man ihn jedem Nutzer empfehlen. Letztlich bleibt der hinlänglich diskutierte Datenschutzaspekt. Wer den nutzt, überlässt einmal mehr Daten einer Firma. Das will wohlüberlegt sein. Untenstehend mal die Auswertung von namebench zum VServer von Ingate:
Thursday, July 8. 2010DNS-Anfragen über Tor schickenDas Tor-Projekt ist vor allem bekannt für die gleichnamige Software. Daneben entwickeln die Macher eine Vielzahl weiterer Software, die ebenfalls die Anonymität und Privatsphäre seiner Nutzer stärkt. Bekannte Projekte sind Vidalia, die Erweiterung für den Mozilla Firefox Tor-Button oder die kürzlich vorgestellte Erweiterung HTTPS Everywhere. Jacob Appelbaum stellte kürzlich ein weiteres Projekt ttdnsd vor. Der Name steht für Tor TCP DNS Daemon und versucht alle DNS-Verbindungen über Tor zu leiten. Derzeit muss die Software entweder aus den Quellen oder als Debian-Paket installiert werden. An RPMs wird noch gearbeitet. Eine Unterstützung für Windows ist noch nicht umgesetzt. Nach der Installation läuft die Software als Dienst im Hintergrund. In der Datei /etc/ttdnsd.conf befindet sich die Konfiguration. Standardmäßig enthält diese den Nameserver von Google mit der Adresse 8.8.8.8. Weitere Nameserver können eingetragen werden. Ich lasse immer mal wieder namebench laufen und wähle aus der Auswertung einige Server aus. Es empfiehlt sich, aus der Liste der zensurfreien Server einige zu wählen. Die Anzahl der Einträge in der Datei ist unbegrenzt. Die Software wählt bei jedem Lauf zufälligerweise einen Eintrag aus. Nachdem die Software eingerichtet wurde, sollte auch das eigene System überredet werden, den ttdnsd für DNS-Anfragen zu nutzen. Im einfachsten Fall öffnet ihr die Datei /etc/resolv.conf und tragt dort die Zeile nameserver 127.0.0.1 ein. Wenn ihr dynamische IP-Adressen nutzt, hat das unter Umständen den Nachteil, dass der Eintrag bei jeder Aktualisierung überschrieben wird. Für Ubuntu würde ich daher empfehlen, in der Datei /etc/dhcp3/dhclient.conf den Eintrag prepend domain-name-servers 127.0.0.1; zu setzen. Dann wird der Nameserver bei jedem Update korrekt in die /etc/resolv.conf eingetragen. Wenn ihr nur einmalig testen wollt, könnt ihr natürlich dem jeweiligen Programm die Adresse übergeben: dig @127.0.0.1 torproject.org oder host torproject.org 127.0.0.1. Die Beantwortung von Anfragen über Tor dauert natürlich etwas länger als über eine nicht anonymisierte Verbindung. Kai Raven hat in seinem Wiki eine Beschreibung zum DNS-Proxy pdnsd. Dieser hat einen Zwischenspeicher für DNS-Anfragen und antwortet schneller, wenn die Ergebnisse in seinem Speicher sind. Der ttdnsd ist noch in Entwicklung, d.h. einige Stellen im
Quellcode müssen überarbeitet werden und derzeit kann ein Angreifer
den Anfragen an dem Server vorbei leiten. Diese Punkte sind bekannt
und sollen in den folgenden Versionen behoben werden. Ich halte die
Software schon benutzbar und kann euch einen Test nur ans Herz legen.
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