Du spielst gern Computerspiele und ärgerst dich über die Diskussion zu Killerspielen? Du findest, dass diese Killerspiele alle verboten gehören, denn sie machen unsere Jugend kaputt? Dann komm und diskutiere. Am Donnerstag, dem 23. Juli, treffen sich Malte Spitz (Mitglied im Bundesvorstand der Grünen), Christina Schumann (wiss. Mitarbeiterin am Lahrstuhl für Empirische Medienforschung/Politische Kommunikation der TU Ilmenau) und Steffen Nollenberger (Suchthilfe Thüringen) zusammen mit euch um das Thema Terrorausbildung oder Freizeitspaß? Computerspiele in der Diskussion zu diskutieren. Ab 17 Uhr könnt ihr im Ricarda-Huch-Haus (Löbderstr. 7) selber spielen und ab ca. 18 Uhr beginnt die Diskussion.
Nun sind sie wieder vorbei, die Chemnitzer Linux-Tage. Zwei Tage als Linux-Familienfest.
Wie schon im letzten Jahr hatte ich auch dieses Jahr den Aufruf zum Einreichen von Vorträgen verpasst. Daher kam ich hauptsächlich als Besucher. Einige der Vorträge klangen recht interessant und so wollte ich die Zeit nutzen, um mir diese anzuhören und Ideen zu sammeln. Doch wie so oft kam alles ganz anders. Ich hielt mich sehr häufig außerhalb der Räume auf, traf eine Menge nette Leute und unterhielt mich über verschiedene Themen. Doch natürlich besuchte ich auch Vorträge (wenn auch meist nur zur Hälfte ):
Kurz nach meinem Eintreffen in Chemnitz hüpfte ich in diesem Vortrag. David Kastrup stellte das Notensatzsystem Lilypond vor. Das erste Beeindruckende war, dass Emacs auch PDF-Dokumente zeigen kann und zwar inline. David meinte später, dass das mit der aktuellen CVS-Variante (Emacs23) geht. Das PDF zeigte Noten zu Kalinka an und David spielte diese live auf seinem Akkordeon. Der Vortrag wurde immer mal wieder durch solche netten Einlagen unterbrochen. Auf diese Weise war er recht kurzweilig, auch wenn ich über Lilypond nahezu nichts lernte.
Ich erwartete von dem Vortrag ein paar Aussagen zu Linux in der Arztpraxis allgemein und eine Diskussion von Vor-/Nachteilen. Die Vortragende erzählte jedoch (zu) viele Details zur elektronischen Gesundheitskarte. So fasste ich recht schnell den Entschluss, die Räume wieder zu verlassen.
Der Vortrag zu I2P interessierte mich natürlich besonders, u.a. deswegen weil ich mit dem Gedanken gespielt hatte, selbst einen zu dem Thema einzureichen. Lars gab einen kurzen Einblick in die Software und die Funktionsweise. Leider war die Zeit zu knapp bemessen, um auf mehr Details einzugehen oder ein praktisches Beispiel zu zeigen. Dennoch waren viele Zuhörer interessiert. Vielleicht konnte so der eine oder andere Nutzer gewonnen werden.
Johannes Lichdi gab einen Überblick zu den Aufgaben des Bundesverfassungsgerichtes und zeigte anhand der in den letzten Jahren gefällten Entscheidungen, dass das Gericht keineswegs immer Gesetze kippt, sondern vielmehr die Anwendung verfassungsgemäß auslegt und anderweitig minimal eingreift. Sein Fazit war, dass wir das Bundesverfassungsgericht unbedingt zum Schutz der Grundrechte brauchen und auch selbst viel tun müssen. Als kleines Detail am Rande wurde die Broschüre Meine Daten gehören mir! Datenschutz im Alltag (lokale Kopie, PDF, 1,2MB) verteilt. Seite 6 verweist auf mein Buch Anonym im Netz.
Nachmittags wollte ich mir diesen Vortrag noch anhören und hoffte,
etwas Neues zu git zu erfahren. Der
Vortragende glänzte mit fast 80 Folien, welche im wesentlichen
das Tutorial zu git beinhalteten. Hier wäre weniger mehr
gewesen. Auf alle Fälle entstand durch den Vortrag bei mir der Plan,
selbst einen Workshop oder Vortrag dazu zu machen. Die grundlegenden
Ideen zum Ablauf des Ganzen habe ich auch schon im Kopf. Jetzt muss
ich nur noch die nächste Linux-Veranstaltung abwarten ...
Wieder ein Vortrag, zu dem ich leider viel zu spät kam. Erkan
Yanar gab einen guten Überblick zum MySQL-Universum. Ich würde mich
sehr freuen, wenn den Vortrag später als Audio zum Nachhören gäbe.
Leider war für mich auch dieser Vortrag ein Fehlschlag. Viele
Folien und wenig Inhalt. Der Vortragende las viele Funktionen von
GNU R vor und am Schluss gab es eine Demo. Diese Übersicht an
Funktionen lässt sich auch von der Einführung zu R oder weitergehender Dokumentation gewinnen. Bei
der Demo wiederum wurden verschiedene Befehle aufgerufen, ohne dass
klar war, was da gemacht wird. Mir wäre lieber gewesen, wenn der
Vortragende nach der Einführung kurz erwähnt hätte, dass
beispielsweise sämtliche klassischen statistischen Funktionen in
GNU R abgedeckt sind (Falls es welche gibt, Ausnahmen
nennen). In einer Demo hätte ich mir dann ein kleines Beispiel
gewünscht, wo kurz die Datenbasis erwähnt wird und dann später der
Vortragende anhand einzelner Befehle die Funktionsweise erklärt. In
dem Vortrag habe ich leider nichts von dem Programm
mitgenommen. Weder wurde mein Interesse geweckt noch war ich
abgestossen.
Der letzte Vortrag bei den Chemnitzer Linux-Tagen handelte vom
verteilten Suchen. Daniel Gultsch gab einen kurzen Überblick in das
Suchen allgemein und stellte später einzelne Projekte (YaCy, Lucene, Wikia und weitere)
vor. Dabei kam für mich heraus, dass nur YaCy eine verteilte
Suchmaschine ist. Die meisten anderen Projekte decken nur
Teilaspekte des Suchens ab. Dennoch scheint YaCy nichts für den
normalen Desktop zu sein. Zum einen benötigt das Programm Unmengen
an RAM (unter 512MB geht nichts), CPU und anderen
Systemressourcen. Zum anderen gibt es nach Aussagen des Vortragenden
keine Maßnahmen gegen das Abschalten eines Peers. Der Vortrag selbst
gefiel mir gut. Jedoch glänzten die Folien durch
Rechtschreibfehler. Würden die Chemnitzer Linux-Tage Preise für
Fehler auf Folien verleihen, hätten diese den ersten Platz
sicher. Das fand ich sehr schade, da es mich vom Vortrag ablenkte.
Bei vielen anderen Vorträgen hoffe ich, dass es später die Folien
oder sogar die Audios gibt.
Am Samstagabend stand nun noch das Keysigning auf dem Programm. Ich
hatte vorher die nebenstehenden Hashwerte ausgedruckt. Das sollte
helfen, meine Stimme zu schonen und nicht alle Zahlen/Buchstaben
durch die Halle brüllen zu müssen. Danach gab ich eine kurze
Erklärung zum weiteren Ablauf und Sven bestand auf einem Gruppenfoto.
Schließlich hieß es Aufstellung nehmen. Wir hatten etwa
60 Teilnehmer mit fast 80 Schlüsseln. Ich machte den
Anfang und wanderte von Teilnehmer zu Teilnehmer. Der Marsch ging
sogar recht zügig. Denn viele hatte ich bereits unterschrieben. Auf
dem untenstehenden Foto seht ihr einen Blick in die Menge:
Mir haben die Chemnitzer Linux-Tage in diesem Jahr wieder sehr viel
Spass gemacht. Auch wenn die von mir gewählten Vorträge eher
Mittelmaß waren. Dafür entschädigt die nette Atmosphäre und die
perfekte Organisation. Für mich ist das wirklich wie ein
Familientreffen der Linuxfreunde und ich freue mich schon auf
nächstes Jahr.
Vor etwa einem Jahr schrieb ich über die Great
Zero Challenge. Bei dem Wettkampf bekam jeder Teilnehmer eine
Festplatte, deren Inhalte mit Nullen überschrieben waren. Derjenige,
der den Namen eines Ordners oder einer Datei auf der Platte auslesen
kann, gewinnt den Wettkampf. Bis heute gibt es keinen
Gewinner. Diejenigen, die sich im Usenet oder entsprechenden Webforen
rumtreiben, werden sich darüber sicher wundern. Denn es gibt immer
wieder Aussagen, dass solche Daten trivial wiederzugewinnen sind. Ein
Experte für Computerforensik hat sich jetzt dieser Tatsache
angenommen.Nach einem Artikel bei
Securityfocus fand er dabei heraus, dass es reicht, die Festplatte
einmal mit Zufallswerten zu überschreiben. Die
Wahrscheinlichkeit, ein Byte an korrekten Daten wieder zu gewinnen,
liegt bei unter einem Prozent. Die korrekte Rückgewinnung von vier
Bytes funktionierte nur in neun von einer Million Fällen.
In many instances, using a MFM (magnetic force
microscope) to determine the prior value written to the hard drive was
less successful than a simple coin toss.
Insofern besteht immer noch eine vage Möglickeit, den obigen Wettkampf zu gewinnen. Doch den meisten meienr Leser dürften die dazu notwendigen Arbeitsmittel nicht zur Verfügung stehen.
Der Titel verrät es. Ich habe neue Hardware und zwar für meinen Rechner. Mal wieder kündigte eine Festplatte ihren Tod an und nach kurzem Überlegen entschloss ich mich zu einem Upgrade.
Festplatten sind in meinem Rechner permanent ausfallgefährdet. Deren Lebenszeit liegt bei unter einem Jahr und das, obwohl ich diese nicht besonders beanspruche. Hier liegen momentan zwei kaputte Western Digital, eine Hitachi und eine Seagate (eher “Siegehtnicht”) sowie noch eine, bei der ich wegen des Herstellers nicht mehr sicher bin. Alles sind IDE-Platten. Jetzt steckt eine Hitachi SATA-Platte im Rechner. Ich bin gespannt, wie lange die halten wird.
Neben der Festplatte habe ich mir ein GB mehr RAM gegönnt und vor allem die CPU auf einen neuen Stand gebracht. Vorher war hier ein 1 GHz Athlon am Werkeln. Jetzt versucht sich ein Athlon64 Dual Core. Momentan bin ich noch dabei, Backups einzuspielen, Daten neu zu strukturieren und auch einige neue Software einzustellen. Daher habe ich noch nicht alles austesten können. Jedoch fühlt sich der Rechner wirklich schneller an.
Eine Herausforderung war die Montage des Lüfters. Die CPU sollte durch einen Thermaltake Ruby Orb gekühlt werden. Laut der Spezifikation versprach der Lüfter leise zu sein und dabei viel Luft durchzupusten. Als ich ihn dann in der Hand hielt, staunte ich nicht schlecht. Von der Größe her, sah es so aus, als ob man eher einen Hubschrauber antreiben kann. Zum Einbau werden zwei Schellen in das Motherboard geschraubt. Darauf kommt dann der Lüfter. Die Schrauben am Lüfter, die auf die Schellen geschraubt werden, sind mit relativ starken Federn versehen. Da der Lüfter zusätzlich auf der mit Wärmeleitpaste versehenen CPU hin- und herrutscht, ist es sehr schwer, die Löcher zu treffen. Wenn ihr das Teil in eure Rechner verbauen wollt, empfehle ich, das zu zweit zu machen. Ich hätte mir einen dritten Arm oder eine helfende Hand gewünscht.
Nach dem Anschalten fängt der Lüfter an, rot zu leuchten. Für Case-Modder ist der wohl auch geeignet. Und er ist ist wirklich leise. Mein Rechner läuft seit einiger Zeit mit einer Load von mehr als vier und beide CPU-Kerne sind beschäftigt. Vom Lüfter ist dennoch kaum etwas zu hören.
Momentan bin ich mit der Wahl der Hardware also recht zufrieden und hoffe, dass diese (inklusive der Festplatte) mich wieder ein paar Jahre aushält.
Wenn ein Hacker/Cracker in ein Computer- oder besser informationstechnisches System eindringt, dann
wählt er sein Ziel genau aus,
ist er in der Regel ein Insider, der das Ziel kennt,
und ist ein kleines Genie, dem niemand so schnell das Wasser reichen kann.
So oder so ähnlich lauten die gängigen Vorurteile. Doch stimmt das wirklich? Verizon hat kürzlich eine Studie veröffentlicht. Dort wurde anhand 500 Einrüche in Rechner innerhalb der letzten vier Jahre geprüft, ob denn das so stimmt.
Sie fanden heraus, dass die Mehrzahl der Vorfälle (85%) zufälliger Natur waren. Den Einbrechern war bis zum Einbruch, dass Ziel nicht bekannt. Die Intensität der Angriffe von innen ist größer als bei denen eines externen Angreifers. Allerdings ist die reine Zahl von Insiger-Angriffen wesentlich kleiner (Verhältnis etwa 1:3). Die Überzahl der Angriffe wird von Script-Kiddies durchgeführt. Ein relativ kleiner Anteil der Vorfälle benötigt “erweiterte Kenntnisse”.
Es geht zwar kaum etwas über ein gesunder Vorurteil. Die Studie zeigt deutlich, dass vieles eben nur Vorurteile sind. Eine wichtige Erkenntnis am Rande: Über ein Viertel der Viren waren für das Ziel handgeschmiedet und die Virenscanner erkannten diesen nicht.
Hadmut Danisch bloggt heute über eine interessante Überwachungskamera. Ihm fiel zuerst ein PC auf, der auf dem Dach einer Fahrstuhlkabine stand. In der Kabine fand sich dann eine Kamera. Offensichtlich werden die aufgenommenen Bilder direkt dort gespeichert. Hadmut mutmaßt, dass die Bilder auch per WLAN weitergegeben werden könnten.
Das Ganze erinnert mich irgendwie an russischen Wanzen: einen Schrank zusätzlich im Zimmer und eine neue Trafostation vorm Haus.
Bestimmte Dinge können wir national alleine nicht lösen. Deshalb müssen wir dies im internationalen Rahmen machen, denn das Herunterladen von Computern ist eine Sache, vor der nationale Grenzen nicht schützen können.